Ihre Gesundheit ist unsere Verantwortung – individuell, diskret, kompetent.

Proktologie – moderne Diagnostik und Therapie
von Enddarmerkrankungen

Medizinisches Modell des menschlichen Enddarms mit einem Arzt im Hintergrund, der eine Krankenakte hält.Die Proktologie befasst sich mit Erkrankungen des Enddarms – also des Mastdarms, Analkanals und Afterbereichs. Beschwerden in diesem sensiblen Bereich betreffen viele Menschen, werden aber aus Scham häufig verschwiegen und zu lange ignoriert.

In unserer Klinik möchten wir Ihnen helfen, offen über Ihre Beschwerden zu sprechen – mit Empathie, Diskretion und einer fundierten medizinischen Betreuung. Unsere spezialisierten Fachärzt:innen bieten ein breites Spektrum an modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren – sowohl ambulant als auch stationär.

Gutartige und bösartige Erkrankungen des Enddarms äußern sich oft durch ähnliche Symptome wie Juckreiz, Nässen, Schmerzen oder Blutungen. Eine frühzeitige Abklärung ist entscheidend, da viele dieser Krankheitsbilder heute gut behandelbar sind – mit minimalinvasiven Methoden und schonenden operativen Techniken.

Unser Ziel: Ihre Beschwerden gezielt zu lindern, Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern und durch unsere überregionale Expertise eine bestmögliche Versorgung zu garantieren.

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Präzise Diagnostik – der erste Schritt zur erfolgreichen Behandlung

Unser Leistungsspektrum in der Proktologie

Eine fundierte Diagnostik bildet die Basis jeder erfolgreichen Therapie. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt – wir nehmen uns Zeit für Ihre Beschwerden und legen größten Wert auf eine diskrete, schmerzfreie und vertrauensvolle Untersuchung.

Diagnostische Verfahren

Diese Verfahren sind schmerzarm, schonend und auf Wunsch auch unter leichter Sedierung durchführbar.

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Häufig, aber gut behandelbar

Therapie – Hämorrhoidalleiden

Hämorrhoiden – kleine Gefäßpolster im Enddarm – sind ein natürlicher Bestandteil unseres Kontinenzorgans. Beschwerden entstehen erst, wenn sich diese Polster krankhaft vergrößern. Typische Symptome sind:

  • Juckreiz und Brennen
  • Nässen und Blutabgänge
    Fremdkörpergefühl oder Schmerzen

Einteilung nach Schweregrad:

  • Grad I – leichte Vergrößerung, meist nur endoskopisch sichtbar
  • Grad II – Vorfall (Prolaps) beim Pressen, spontan rückläufig
  • Grad III – dauerhafter Vorfall, manuell reponierbar
  • Grad IV – ausgeprägter Prolaps, nicht mehr reponierbar

Individuelle Therapie – abgestimmt auf Ihre Beschwerden

Konservative Verfahren (ambulant)

  • Sklerosierung (Verödung):
    Bei Hämorrhoiden Grad I wird ein Verödungsmittel eingespritzt, das die Gefäßpolster schrumpfen lässt. Der Eingriff ist nahezu schmerzfrei und gut ambulant durchführbar.
  • Gummibandligatur (nach Barron):
    Bei Hämorrhoiden Grad II (und teils III) wird ein kleiner Gummiring um das Hämorrhoidengewebe gelegt. Dieses stirbt schmerzarm ab und wird mit dem Stuhlgang ausgeschieden. In der Regel sind 2–3 Sitzungen im Abstand von einigen Wochen notwendig.

Operative Verfahren (stationär)

Bei höhergradigen oder therapieresistenten Beschwerden ist ein operativer Eingriff sinnvoll. Wir empfehlen hierfür einen kurzstationären Aufenthalt von 1–2 Tagen in unserer Klinik.

  • Lasertherapie (LHP – Laser Hemorrhoidoplasty):
    Minimalinvasives Verfahren mit präziser Lasertechnologie. Das Hämorrhoidalgewebe wird gezielt verödet, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Besonders schmerzarm und schonend für den Schließmuskel.
  • Konventionelle Hämorrhoidektomie (nach Milligan-Morgan):
    Entfernung stark vergrößerter Hämorrhoidalknoten. Die Wunden bleiben offen zur besseren Heilung. Diese Methode ist besonders bei Grad III–IV oder bei vollständigem Analprolaps geeignet.
  • Stapler-Hämorrhoidopexie (nach Longo):
    Die verlagerten Hämorrhoiden werden gerafft und an ihre ursprüngliche Position zurückverlagert. Dieses "anale Lifting" erfolgt besonders schmerzarm, wird jedoch aufgrund möglicher Nachblutungen stets stationär durchgeführt.
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Weitere proktologische Krankheitsbilder

Perianalthrombose – akut, schmerzhaft, aber harmlos

Eine Perianalthrombose entsteht plötzlich durch ein Blutgerinnsel in einer Vene nahe des Afters. Sie zeigt sich durch:

  • schmerzhafte, bläulich-violette Schwellung
  • Spannungsgefühl oder Druckschmerz
  • manchmal Blutungen

Die gute Nachricht: Eine Perianalthrombose ist nicht gefährlich – sie kann nicht zu einer Embolie führen. Kleinere Thrombosen heilen von selbst ab. Bei stärkeren Beschwerden oder großen Thrombosen kann eine chirurgische Entfernung unter örtlicher Betäubung oder in Kurznarkose sinnvoll sein.

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Analfissur – wenn der After „einreißt“

Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss der empfindlichen Analhaut – meist durch harten Stuhlgang oder starkes Pressen verursacht.

Symptome:

  • stechender Schmerz beim Stuhlgang, oft anhaltend
  • Blutauflagerungen auf dem Stuhl
  • teils Vermeidung des Stuhlgangs (Folge: Verstopfung)

Akute Analfissur:
Frische Einrisse lassen sich meist konservativ heilen – durch Stuhlregulierung (Flohsamenschalen, ballaststoffreiche Ernährung), schmerzstillende Salben und eine gezielte Durchblutungsförderung.

Chronische Analfissur:
Besteht die Fissur länger als sechs Wochen, bildet sich oft eine schmerzhafte Narbe mit begleitenden Hautveränderungen (Vorpostenfalte, hypertrophe Papille). In solchen Fällen ist eine operative Versorgung erforderlich:

  • Fissurektomie in Narkose: Ausschneidung der vernarbten Fissur unter Erhalt des Schließmuskels. Die Wunde bleibt offen und heilt kontrolliert.
  • Optional: Botox-Therapie, um die Muskelspannung zu senken und die Heilung zu beschleunigen.
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Analabszess – ein Notfall im Afterbereich

Ein Analabszess ist eine akute, eitrige Entzündung im Bereich des Enddarms. Er geht oft mit folgenden Symptomen einher:

  • starke Schmerzen und Druckgefühl
  • Rötung, Überwärmung, teils Fieber und Schüttelfrost
  • tastbare Schwellung

Ursache ist häufig eine Analfistel, also ein kleiner Gang zwischen dem Darm und der Haut, durch den Bakterien eindringen.

Therapie:

  • schnelle operative Eröffnung des Abszesses in Narkose (innerhalb von 24 Stunden)
  • gründliche Reinigung der Wunde und Drainage
  • Suche nach der Fistel zur späteren Behandlung (meist im zweiten Eingriff)
  • offene Nachbehandlung mit regelmäßigen Verbandwechseln und Sitzbädern

Die Behandlung kann ambulant oder – bei komplexeren Befunden – stationär erfolgen.

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Analfisteln – kleine Gänge mit großer Wirkung

Eine Analfistel ist ein entzündlicher Gang zwischen dem Enddarm und der äußeren Haut im Analbereich. Meist entsteht sie als Folge eines nicht erkannten Abszesses, kann aber auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn auftreten.

Symptome:

  • Nässen, Juckreiz, wiederkehrende Verschmutzungen
  • teils Schmerzen und erneute Abszessbildung
  • gelegentliche Spontanentleerungen von Eiter

Warum muss eine Analfistel behandelt werden?

Eine Analfistel heilt nicht von selbst. Bleibt sie unbehandelt, kann es immer wieder zu Entzündungen und Abszessen kommen. Zudem kann eine chronische Fistel den Schließmuskel dauerhaft schädigen und die Kontinenz gefährden.

Klassifikation der Analfisteln

Entscheidend für die Therapieplanung ist der Verlauf der Fistel in Bezug zum Schließmuskel:

  • Intersphinktäre Fistel
    Verläuft zwischen innerem und äußerem Schließmuskel.
    ➤ Therapie: Ausschneidung (Exzision)
  • Transsphinktäre Fistel
    Durchquert den äußeren Schließmuskel.
    ➤ Therapie: Fistelspaltung, Schließmuskelrekonstruktion oder Lasertherapie
  • Suprasphinktäre Fistel
    Zieht oberhalb des äußeren Schließmuskels über den Beckenbodenmuskel (Levator ani).
    ➤ Therapie: komplexe plastische Verfahren
  • Extrasphinktäre Fistel
    Ohne direkten Bezug zum Schließmuskel – oft bei Darmerkrankungen wie Morbus Crohn
    ➤ Therapie: individuell, meist plastisch
  • Subkutane Fistel
    Oberflächlich, direkt unter der Haut verlaufend
    ➤ Therapie: lokale Exzision

Therapieoptionen – individuell abgestimmt

Alle Eingriffe erfolgen in der Regel in Vollnarkose. Die Nachsorge kann je nach Komplexität ambulant oder stationär erfolgen.

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